Sack und Asche (2)

22. April 2010 | Autor: Jochen Kleinhenz

Tja, und das war es dann auch schon wieder mit dem blauen Himmel. »Business as usual«, wie der Anglophile sagt, der Luftverkehr ist wieder da, wo er hingehört – der Himmel heute morgen über Würzburg, vom Residenzplatz aus gesehen und geknipst, spricht Bände. Diesen Beitrag weiterlesen »

Sack und Asche

19. April 2010 | Autor: Jochen Kleinhenz

Wer sich hierzulande gerne in Bildern ausdrückt, vulgo: »Sprichwörter« verwendet, dem ist sicher das vom Sack Reis in China geläufig, der gelegentlich umfallen muss, um demjenigen, der diesen Sack erwähnt, als Bild für sein Desinteresse an einer Sache oder einem Thema zu dienen. Bis vor kurzem hätte man wohl genausogut – um die Säcke mal in Ruhe stehen zu lassen – von isländischen Vulkanen sprechen können. Denkste: dort bläst es Asche in die Luft, und hier bleiben die Flugzeuge am Boden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Popkultur in Würzburg

13. April 2010 | Autor: Jochen Kleinhenz

Böse Zungen behaupten ja, dass, wenn sich die Wissenschaft einer Sache annehme, diese bereits gut abgehangen sei, um nicht zu sagen: tot. Diese Behauptung wird sicher gestützt durch all jene Disziplinen, die sich ganz auf das Gestern konzentrieren – vom Sezieren des kürzlich Verstorbenen über das Herausgraben jahrhundertealter Scherben bis hin zum Studium jahrmillionenalter Versteinerungen. Nun ist »Pop« resp. »Popkultur« noch nicht ganz so alt – auch wenn sich heute so manches anfühlt und anhört, als ob es schon vor dem Auftauchen der ersten Einzeller produziert worden ist. Diesen Beitrag weiterlesen »

Miniwelttheater in Briefen

3. April 2010 | Autor: Joachim Fildhaut

»Liebe verhasste Mama« hatte deutschsprachige Erstaufführung am Torturmtheater

Mit 31 Jahren verlässt er das Hotel Mama, zieht von New York nach Los Angeles und will Dichter statt Buchhalter werden. Es folgt eine große Pendelbewegung durch die Vereinigten Staaten. Mutters unverhoffte Indienfahrt entspricht dieser »Aventuire«; dochdoch, so kann man’s nennen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Freakshow: I‘m a creep, I‘m a loser

25. März 2010 | Autor: Rigobert Dittmann

Am Montag, den 22. März 2010, werden die Reste des Artrock-Festivals zusammengekratzt, mit Jungvolk aus der Cairo-Szene aufgefrischt, und dort in die nur gummizellengroße neue Studiobühne gepackt, aus einem einzigen, aber besonders guten Grund: TALIBAM! Diesen Beitrag weiterlesen »

Freakshow: ARTROCK-FESTIVAL 2010

24. März 2010 | Autor: Rigobert Dittmann

Mit den Krokussen werden auch die Progies munter und versammeln sich am 20./21. März in der Würzburger Posthalle. Neue Location, altes Spiel. Als Einstimmung in den Freak-üblich verspäteten Beginn kann man eine Betonwandidylle anstarren, das Ambiente in Bahnhofsnähe ist halt so. Diesen Beitrag weiterlesen »

Freakshow: Watch Your Steps

2. März 2010 | Autor: Rigobert Dittmann

Als kleine Alternative zum LaBrassBanda-Fieber in der Posthalle bot sich uns Würzburgern am 24. 2. 2010 im Pleicher Hof HEINZ KARLHAUSEN & THE DIATONICS. Als um Zehne mit stau-bedingter Verspätung die »Ouverture« erklingt, ist schnell klar, dass das eine mutige, aber keine schlechte Entscheidung ist, denn die drei Schulschwänzer des Rotterdamer Musikkonservatoriums erweisen sich als nicht weniger virtuos wie der schmissige Chiemgauer Balkanbrassverschnitt und als musikalisch nicht weniger pfiffig wie ihr Bandname. Diesen Beitrag weiterlesen »

Bunte Waldmenschen

15. Februar 2010 | Autor: Joachim Fildhaut

Viel Tamtam um neues Musical am Mainfranken-Theater

Frank Felicetti ist ein Tausendsassa. Besonders gut behauptet er sich als Schauspieler-Sänger in fetzigen Musicals auf diversen Gastbühnen. Nun hat er selbst eins geschrieben und auf der mainfränkischen Regionalbühne untergebracht, auf der er einst gute Figur als Gast im »Kleinen Horrorladen« machte.

»Es ist nur eine Legende«, werben die Plakate für »Goscior, der Zwischenweltler«. Es ist nur ein Märchen, so lässt sich das Genre umreißen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Freakshow: CHILD ABUSE

24. Januar 2010 | Autor: Rigobert Dittmann

Als musikalischer Einstieg ins Jahr 2010 führt das Brooklyner Trio CHILD ABUSE im Würzburger B-hof am 9. Januar den mathematischen Beweis, dass Rock‘n‘Roll heute nur eine Fortsetzung von Rock‘n‘Roll mit anderen Mitteln sein kann. Ganz anderen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Design im Alltag (4)

17. Januar 2010 | Autor: Jochen Kleinhenz

Diesmal: Unheimliche Berührung der dritten Art.

Wenn die Typografie in historisch gut abgehangene Produktbereiche einbricht, dann gibt es immer etwas zu staunen. Ein solches Produkt, bei dem Tradition über alles geht, ist der Wein. Eine oft viele Jahrhunderte und noch mehr Generationen von Winzern umfassende Tradition hat nicht nur das Gesicht der Landschaft geprägt (Weinberge), sondern auch – ähnlich der Bierkultur – eine eigene visuelle Sprache gefunden, vornehmlich auf den Etiketten der Flaschen, in denen der Wein an den Mann resp. die Frau gebracht werden soll. Zwar landet jeder gute Tropfen irgendwann im relativ neutralen Glas, aber zuvor muss unter anderem das Etikett auf der Flasche die »Zielgruppe« ansprechen – schließlich buhlen im Getränke- oder Supermarkt viele verschiedene Weine um die Gunst der Kunden. Und das nicht zuletzt in Würzburg, der Metropole »Weinfrankens«. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kino holt Zuschauer ab

15. Januar 2010 | Autor: Joachim Fildhaut

36. Internationales Filmwochenende – Das erste Ereignis im kulturellen Jahreskalender der Stadt zeigt neues Profil. Mitgestalten kann jeder. Ein Gespräch mit dem Filminitiative-Sprecher Hannes Tietze.

Das Internationale Filmwochenende legte lange einen Schwerpunkt aufs Kino aus dem romanischen Sprachraum. Wohin hat sich euer Image inzwischen entwickelt?
Unser langjähriger Vorsitzender Berthold Kremmler war studierter Romanist, daher war unser erster Schwerpunkt natürlich geboren. Aber diese Konzentration auf italienische und französische Filme hat sich durch unsere Mitarbeiter weiterentwickelt, die andere Länder ins Spiel bringen. Dieses Jahr zeigen wir zum Beispiel einige Independent-Streifen aus den USA, denn wir haben neue Mitarbeiter, die sich speziell dafür interessieren und darum kümmern. Diesen Beitrag weiterlesen »

Freakshow: Little Women

5. Dezember 2009 | Autor: Rigobert Dittmann

Irreführender als Little Women aus Brooklyn kann man sich kaum taufen. Das Quartett erntet daher schon verwunderte Blicke von der Kellnerin im Würzburger Omnibus, bevor es an diesem Montagabend, den 30.11.2009, einen Ton von sich gibt. Aber die »Renegade Jazzer« sehen nun mal den »Little Women« im Film, Katherine Hepburn (1933), Liz Taylor (1949) oder Winona Ryder (1994), nicht sehr ähnlich. Diesen Beitrag weiterlesen »

Blackmail

30. November 2009 | Autor: Rigobert Dittmann

Livemusik zu Stummfilm ist mir in guter Erinnerung durch eine grandiose Vertonung von Robert Wienes Das Kabinett des Dr. Caligari durch Un Drame Musicale Instantané bei einem Würzburger Int. Filmwochenende, lang ist’s her. Die Filminitiative wird diese Tradition aber 2010 mit dem Ensemble ascolta und Filmen von René Clair und Hans Richter auffrischen. Diesen Beitrag weiterlesen »

THYMOLPHTALEIN

20. November 2009 | Autor: Rigobert Dittmann

Seit 2002, Steve Lacys Auseinandersetzung mit Bernhard Langs Komposition »dw 1.2«, trägt das NEW Jazz MEETING des SWR2 die Handschrift des Jazzredakteurs Reinhard Kager. Die von ihm initiierten Projekte – 2003 Daniel Rothmans »Un coup de dés«, 2004 »SEQUEL« mit dem George Lewis Oktett, 2005 »Spin Networks« von fORCH mit einem ganz »fORCHtbaren« Phil Minton, 2006 Franz Hautzinger und sein »Regenorchester XII«, 2007 Fred Frith mit »Clearing Customs« und 2008 das Phantom Orchard Orchestra – eint ein gemeinsames Bestreben: Wie lassen sich musikalische Parameter zeitgemäß fusionieren? Diesen Beitrag weiterlesen »

Kunst in der DDR

16. November 2009 | Autor: Joachim Fildhaut

bis 28. Februar, Deutschordensmuseum, Bad Mergentheim

Ein mystischer Schleier liegt über den Kolchosniki, die Werner Tübke in der fernen Bruderrepublik malte. Diese Bauern sind die einzigen, die ihren Stand in der Ausstellung repräsentieren. Dabei hatte man immer gedacht, triumphierende Traktorfahrerinnen u. dgl. seien typisch für das Titelphänomen, Kunst in der DDR. Diesen Beitrag weiterlesen »

Zum Volkstrauertag – Verständnisprobleme für Denkmäler

15. November 2009 | Autor: Berthold Kremmler

Mit Denkmälern umzugehen, scheint eine echte intellektuelle Herausforderung zu sein. Jedenfalls sind die Schwierigkeiten, mit ihnen – wie ich finde – angemessen umzugehen, fast unüberwindlich. Deshalb sollen einige bei den Heuler’schen Denkmälern nochmals grundsätzlich zur Sprache gebracht werden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Freakshow: SQUIRRELY DRAGONS

14. November 2009 | Autor: Rigobert Dittmann

»Dr. Umezu Band Live at Moers Festival« (1983), das war Mitte der 1980er ein Euphorisiakum aus dem Land des Lächelns in meiner noch kleinen Plattensammlung. Mit der roten Sonne auf dem Cover war es der erste Fingerzeig auf die irre Potenz japanischer Tora Tora Tora-Musik, bevor dann die Herrlichkeiten von A-Musik bis Wha Ha Ha mich torpedierten. Diesen Beitrag weiterlesen »

Heilige Inkonsequenz

30. Oktober 2009 | Autor: Berthold Kremmler

Würzburg und seine Vergangenheit

Erinnert sich noch jemand? Vor einigen Jahren hat der Stadtrat – eine Großtat in seiner Geschichte – der Carl-Diem-Halle ihren Namen aberkannt, nach erbitterten Auseinandersetzungen. Was wollte man damals nicht erst noch an neuen biographischen Forschungen abwarten, um herauszubekommen, ob und wie sehr Carl Diem ins Dritte Reich verstrickt war und die Aberkennung wirklich nötig sei. Diesen Beitrag weiterlesen »

Unerhört!

26. Oktober 2009 | Autor: Ulrich Pfannschmidt

Der Verschönerungsverein hat dem Stadtrat wegen der Genehmigung des Bruno-Werk’schen Bauvorhabens an der Spiegelstrasse Ignoranz, Geschichtsvergessenheit und Zerstörung der Stadt vorgeworfen. Der Oberbürgermeister Georg Rosenthal hat sich eine Kritik an der Entscheidung der gewählten Stadträte mit dem Vorwurf verbeten, sie sei unterirdisch. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kompetenz, Dilettantismus und Anmaßung I

26. Oktober 2009 | Autor: Berthold Kremmler

Vor Jahren gab es in Würzburg den berühmten Baukunstbeirat, besetzt mit kompetenten Architekten und sonstigen Kennern aus der Stadt, die sich um Bauvorhaben und Stadtbild zu kümmern hatten. Warum und woran er damals gescheitert ist, weiß ich nicht mehr im Detail. Aber ich erinnere mich an eine denkwürdige Veranstaltung im Spitäle mit Stadträten und OB-Kandidaten vor der vorletzten Kommunalwahl, bei der einer der Kandidaten mit dem Brustton der Überzeugung meinte, der Beirat sei überflüssig, »Wir können das genauso gut allein«. Die Folgen sind bekannt. Diesen Beitrag weiterlesen »

Das unbekannte Erbe – der Wiederaufbau von Würzburg

26. Oktober 2009 | Autor: Ulrich Pfannschmidt

Viele Würzburger halten das Zentrum ihrer Stadt für alt. Sie nehmen nicht wahr, dass die Stadt innerhalb des Glacis, des ehemaligen Befestigungsringes, in kleinen Teilen rekonstruiert und in weiten Bereichen nach der Zerstörung am 16. März 1945 völlig neu errichtet worden ist. In den Ritualen des Gedenkens wird zwar regelmäßig auf die Katastrophe hingewiesen, der folgende Wiederaufbau aber kaum angesprochen. Staub und Patina an den Gebäuden und eine unübersehbare Verlotterung des öffentlichen Raumes stützen die Ansicht, zumal die Mehrheit der Bürger sich durch die Gnade ihrer späten Geburt kaum an die Jahre des Wiederaufbaus erinnern kann, immerhin sind seit der Bombardierung schon vierundsechzig Jahre vergangen. So stark die Zerstörungen das Bild der Stadt auch verändert haben, das unmittelbar folgende Ende des Krieges hat die Stadt davor bewahrt, in ganz anderer Weise durch den geplanten Ausbau zur Gauhauptstadt entstellt und vernichtet zu werden. Diesen Beitrag weiterlesen »

ULLA ULLA ULLALA!!!!!!!!!

24. Oktober 2009 | Autor: Rigobert Dittmann

»Ein unbeschreibliches Erlebnis«, stöhnt ThomK, knapp, aber glücklich der Viecherei von MAGNUS FRA GAARDEN am 17.10.2009 im Würzburger Cairo entronnen. Unbeschreiblich? Dann kann ich ja den Griffel wegschmeißen. Aber für die, die nicht dabei waren und um ThomKs Formel »Panzerballett meets Akineton Retard mit zappaesken Momenten« für sein dänisches Aha-Erlebnis doch etwas hinzu zu fügen, versuch ich‘s dennoch … Diesen Beitrag weiterlesen »

Notiz zu Kunst, Moral und Opportunismus

23. Oktober 2009 | Autor: Berthold Kremmler

Kleinigkeiten zu Krampus’ Kommentar anlässlich Fried Heulers

Wollte man sich eine schnelle Übersicht über die Fragestellung in der Überschrift, zumindest über Kunst und Moral, verschaffen und hoffte auf Google, erlebte man eine herbe Enttäuschung: nicht weniger als 2,5 Millionen Einträge. Die Kombination mit Opportunismus ergibt zwar nur noch ein Hundertstel davon, für die Fundierung eines eigenen Artikels ist das immer noch zu deprimierend.

Also müssen wir uns selbstständig einen Weg durch diesen dschungelartigen Verhau bahnen und mit dem eigenen Kopf denken. Diesen Beitrag weiterlesen »

More stories to tell

15. Oktober 2009 | Autor: Rigobert Dittmann

Kaum war die FREAK PARADE vom System absorbiert, servierte unser Oberfreak schon wieder einen seiner Lieblingsdrinks, die hochprozentigen BREWED BY NOON. Am 2. Oktober fanden sich im IMMERHIN immerhin 20 Trinkfeste, um sich gehörig einschenken zu lassen von Sean Noonan, wohlbekannt als Drum-Champion mit The Hub, und von Aram Bajakian, der am 1. März beim letzten Noon-Gastspiel im OMNIBUS, sich gitarrengöttlich in Szene gesetzt hatte. Diesen Beitrag weiterlesen »

»RATTIMS FRIEZZ RATTIMS FRIEZZ …

7. Oktober 2009 | Autor: Rigobert Dittmann

… Fillidan Pamuccallom Fillidan Pamuccallom / Zigizzi Zyagiga Zyagiga Zigizzi Zyagiga Zyagiga Zigizzi / Zyagiga Zyagiga Zyah!« – wie hätte man am Sonntag, den 27. September 2009, Angie & Guido, die auf allen Kanälen feixten, schöner übertönen können als mit KOENJIHYAKKEIs Walkürenritt ins Freakparadies? Selbst die reifsten Paradieswärts-Wallfahrer hatten sowas noch selten erlebt. Aber der Reihe nach. Diesen Beitrag weiterlesen »