Sprache »mit Herz und Klugheit«?

23. November 2016 | Autor: Jochen Kleinhenz

Am Montag Abend (21. November 2016) wurden im Rathaus die städtischen Kulturmedaillen verliehen – und die Main-Post berichtet darüber unter dem Titel »Kulturmedaillen für Einsatz mit Herz und Klugheit«. Am Artikel gibt es vordergründig nichts auszusetzen – er informiert über ein Ereignis, das stattgefunden hat. Nicht mehr, nicht weniger. Und doch stolpern aufmerksame Leserinnen und Leser möglicherweise über ein wörtliches Zitat, welches dem ehemaligen städtischen Kulturmanager Johannes Engels zugeordnet ist. Über die Mitglieder der Initiative »Willkommen mit Musik« sagt er:

»Sie leisten hochprofessionelle Arbeit mit jungen Asylantinnen und Asylanten«

Das ist jetzt aber verwirrend: Ein »Killwort« (SZ) bzw. »Schimpfwort« (Merkur) bzw. »Unwort« (Diakonie Sachsen) in weiblicher und männlicher Form, also in fast schon geschlechtergerechter Sprache eingesetzt. Was soll man nun davon halten? …


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2 Kommentare zu „Sprache »mit Herz und Klugheit«?“

  1. Joachim Fi. sagt:

    Was war jetzt nochmal das Schlimme am Wort Asylant? Flüchtling gar? Menschen mit Dislozionshintergrund?

  2. JK sagt:

    Die Antwort steht in den Links – schnell gegoogelt, zugegeben. Wahlweise auch bei Wikipedia „Asylant“ eingeben … ich unterstelle Dir einfach mal, dass das eine Scherzfrage ist.