Archiv für die Kategorie „Ausstellung“

Eiertanz adieu?!

Mittwoch, 15. Juni 2011

Geschafft! – mehr taumelnd als aufrecht hat der Stadtrat doch noch sein Ziel erreicht, den Eiertanz offiziell für beendet zu erklären, diesmal mit überwältigender Mehrheit: der Raum im Grafeneckart wird nach den Vorschlägen des Kulturreferats erneuert, nur drei Ratsmitglieder wollten diese Entscheidung nicht gutheißen. (mehr …)

Würzburger Eiertanz

Donnerstag, 9. Juni 2011

Seit Oktober des vorigen Jahres weiß man im Stadtrat, daß der Kulturreferent Muchtar Al Ghusain die Gedenkstätte an den 16. März 1945 im Erdgeschoß des Grafeneckart umgestalten möchte und daß Kenner der Materie damit beauftragt sind, einen neuen Text dafür auszuarbeiten. (mehr …)

Kunst in der DDR

Montag, 16. November 2009

bis 28. Februar, Deutschordensmuseum, Bad Mergentheim

Ein mystischer Schleier liegt über den Kolchosniki, die Werner Tübke in der fernen Bruderrepublik malte. Diese Bauern sind die einzigen, die ihren Stand in der Ausstellung repräsentieren. Dabei hatte man immer gedacht, triumphierende Traktorfahrerinnen u. dgl. seien typisch für das Titelphänomen, Kunst in der DDR. (mehr …)

Nur Natur

Mittwoch, 16. September 2009

Bald wird die Ausstellung mit Landschaften des Pool-Porträtisten David Hockney wieder eingekastelt. Ich würde noch mal hinfahren, aus welchem Grund auch immer. (mehr …)

Rosige Zeiten

Donnerstag, 30. Juli 2009

Am letzten Wochenende war es wieder so weit: die Fakultät Gestaltung präsentierte am Freitag und Samstag (24./25. Juli 2009) die Projekt- und Diplomarbeiten des vergangenen Semesters einer interessierten Öffentlichkeit. Es ist mühsam, hier Highlights herausstreichen zu wollen – kommen die Arbeiten doch aus so unterschiedlichen Bereichen wie Typografie, Illustration, Fotografie, Film/Video und Interface Design. Allerdings gab es diesmal eine Arbeit zu sehen, deren eindeutige Verortung zwischen schlitzohrigem Gimmick und Branchenkiller erst noch zu erfolgen hat. (mehr …)

Neue Kunst in alten Mauern

Donnerstag, 28. Mai 2009

Der Mainfranke hat sich mittlerweile daran gewöhnt, dass ehemalige Speicherhallen in neuem Licht als Ausstellungsräume erstrahlen – der Würzburger Kulturspeicher zeigt diesen Wandel gar im Namen. Wenn man nun vom Kloster Wechterswinkel als frisch renoviertem Ausstellungsort spricht, dann deutet erst einmal nichts darauf hin, dass auch in dessen Mauern jahrzehntelang gespeichert wurde – Getreide nämlich, und das schon seit dem 17. Jahrhundert. (mehr …)

»Vergiß das Beste nicht«

Freitag, 8. Mai 2009

Notiz zur Eröffnungsveranstaltung zu Wiederaufbau und Wirtschaftswunder am 6. Mai 2009

Jeder Märchenleser kennt aus seiner Kinderzeit das Märchen von »Ali Baba und den 40 Räubern«. Die Märchentradition des Mittelmeerraumes bietet davon verschiedene Varianten; in einer Version haben die Eltern ihr Kind dabei, als sie die Räuberhöhle entdecken und die Räuber beklauen. Es spielt etwas abseits mit den Schmuckstücken, bei denen die Eltern sich bedienen und immer mehr hinausschleppen. (mehr …)

Wiederaufbau und Wirtschaftswunder

Freitag, 1. Mai 2009

Vor der Landesausstellung in der Residenz

Im Implantat: Das Barockschloss enthält eine Zeitblase der 1950er Jahre und ihrer Vorgeschichte, ab ’33. Hunderte von Exponaten werden in den nächsten Monaten die Aufmerksamkeit des Besuchers von der halluzinatorischen Raumstruktur in der Residenz ablenken. (mehr …)

Leistungsschau Design

Samstag, 7. Februar 2009

Wieder geht ein Semester (an der Fachhochschule) zu Ende, und wieder bietet sich die Gelegenheit für alle Interessierten, sich einen Überblick über die Arbeiten und Projekte an der Fakultät Gestaltung der hiesigen FH zu verschaffen. Dazu öffnet die Fachhhochschule in der Münzstraße ihre Pforten am 

Freitag, 6. Februar, 14–19 Uhr
Samstag, 7. Februar, 10–17 Uhr 

Da heißt es: Hingehen … denn in nicht allzu ferner Zukunft wird die Fakultät Gestaltung dann den Neubau am Hubland beziehen, und damit wird das Kommunikationsdesign leider wieder etwas aus der Stadtmitte in die Peripherie verlagert. (mehr …)

Sechserpack in der Scheune

Donnerstag, 10. Juli 2008

Im Keller gehts los ...Die aktuelle Ausstellung »Sechserpack« in der Papierscheune Homburg vom 5. Juli bis 3. August 2008.

Mit einer Gemeinschaftsausstellung von Dierk BerthelErnst Johann Herlet, Peter Paul Kreneck, Jan PolacekWicki Reindel und Alberto Salom buhlt auch das Kulturforum Papiermühle um die Aufmerksamkeit der Kunstinteressierten. Am 5. Juli war Eröffnung im abendlich-schwülen Hof, bevor die Vernissagengäste sich im Gebäude verteilten, um die Kunstwerke zu entdecken. (mehr …)

Passionen der Abstraktion

Montag, 7. Juli 2008

Die Ausstellung »Dieter Stein. Altes und Neues und Arbeiten von Freunden« im Martin von Wagner Museum der Residenz, Würzburg, vom 19. April bis 1. Juni 2008, verlängert bis 13. Juli 2008.

Motiv des Ausstellungsplakats

Gerade bei einem Künstler, der im persönlichen Gespräch so zupackend und direkt sein kann wie Dieter Stein, mag es erhellend sein, sich quasi von den Rändern her zu nähern. Der nachdrücklichste ›Rand‹, der dem uninformierten Betrachter am wenigsten auffällig und bewußt werden dürfte, ist die Besonderheit, daß der durch die Ausstellung geehrte Dieter Stein alle Bilder selbst ausgesucht und für die Hängung gesorgt hat. Er ist mit einem Berg an Bildern ins Museum gekommen, hat in mühsamer Kleinarbeit die Bilder – seine eigenen wie die seiner Freunde – ausgesucht, ihre Aufhängung ausprobiert und angeordnet. Nicht nur die Bilder also sind das Werk des Künstlers, sondern auch ihre Präsentation, das Kalkül ihres Zusammenspiels und ihrer Wirkung. Und er führt uns vor, was bei einer solch durchdachten Hängung für die Bilder selbst, aber auch für unsere Wahrnehmung und Einsicht in sie zu gewinnen ist, ohne daß es erklärender Worte bedarf – freilich geben die knappen Erläuterungen im Katalog zusätzliche Fingerzeige. Dort findet sich von dieser Hängung leider kein Widerschein, kann es auch nicht, weil das kunstvolle Arrangement an den Wänden und in den Räumen sich gegen eine adäquate Wiedergabe in Buchform sperrt. (mehr …)

Die Kunst der Arabeske

Montag, 30. Juni 2008

Sammel-Ausstellung von Schmuck-Künstlern bei Eva Maisch in der Sterngasse 5 (gegenüber Main-Post) vom 7.6.–5.7.2006

Von den Herbst-Rosen heißt es in einem der berühmtesten Gedichte von Stefan George: »Erlese, küsse sie und flicht den kranz‧« Erinnerungen an solche Verse stellen sich ein, wenn man die Ketten sieht, die Hilde Janich im Atelier von Eva Maisch ausgelegt und ausgehängt hat. George nimmt etwas von der Zartheit und Eleganz in sein Gedicht, die mit Worten so schwer vor Augen zu stellen sind. George hat sich vom welken Charme herbstlicher Blüten inspirieren lassen – das Zerbrechliche dieser Blumen ist uns sofort gegenwärtig. In diesem Schmuck steckt bei aller Feinheit und Zerbrechlichkeit jedoch auch ein Wille zur Dauer, da die Blüten nicht zwischen den Fingern sich in Staub auflösen Vielmehr sind diese Farbtupfer Überlebenskünstler: sie bestehen aus speziell präpariertem Pergament, wirken durch begrenzende zarte Farbe, als wären sie in Metall gefaßt, und feine Drähten verbinden sie miteinander. Ein Reigen aus Farbtupfern, eher eine Wolke als etwas Dinghaftes, zugleich zweidimensional, da aus so ungreifbarem Material gefertigt, und doch dreidimensional, da diese Plättchen in ihrer Eigenart widerborstig sind und nicht auf einer Ebene liegen. (mehr …)

»Sonne, du klagende Flamme«

Sonntag, 29. Juni 2008

Späte Notiz zum Heine-Abend »Deutschland, ein Wintermärchen« in den Kammerspielen des Mainfrankentheaters

Man brauchte zu diesem Theaterabend nichts mehr zu veröffentlichen: die Aufführungen sind immer ausverkauft, im Programm ist er wohl nicht mehr lange zu finden. 

Der Zufall hat gewollt, daß dem Rezensenten just an dem Abend ein Vorstellungsbesuch ermöglicht wurde, als Schweinfurt eine einschlägige Ausstellungseröffnung zelebrierte: die Doppel-Jubiläums-Ausstellung von Werken Carl Spitzwegs und Wilhelm Buschs. (mehr …)

Gedanken beim Betrachten einer Ausstellung

Donnerstag, 26. Juni 2008

Blicke auf Würzburg: Positiv–Negativ, 20.5.-20.6.2008 
im Treffpunkt Architektur, Herrnstrasse 3, Würzburg.

Im Himmel über den griechischen Städten der Antike hauste ein Volk von Göttern, die alle, wirklich alle menschlichen Eigenschaften, Tugenden, Laster, Glück und Hass in sich trugen. Der oberste von ihnen, Göttervater Zeus, war ein besonderer Liederjahn. Seine höchste Lust  waren das Schleudern von Blitzen und das Verführen irdischer Mädchen, was seine Frau Hera ständig in rasende Eifersucht versetzte. Sie kennen die Sache mit Europa. Der Fall beschäftigt uns noch immer. (mehr …)

Die Bühne der Pfade, die sich verzweigen

Donnerstag, 29. Mai 2008

»Blaubart« im BBK und im Mainfrankentheater Würzburg

I:  »Oh wie wird mir…I/II/III«« – Bildtitel im BBK

Blaubart – ein Frauenserienkiller? Blaubart – ein Mann, der ein Verbot aussprechen kann wie Gott im Garten Eden? Oder Blaubart, dessen ganze eklige innerliche Unterwelt, nach außen gewendet, eine Kammer des Grauens ist? Oder der ein Neugierde-Verbot verhängt, auf dessen Bruch die Höchststrafe: der Tod, steht? (mehr …)

Würzburgs Schönheiten

Mittwoch, 28. Mai 2008

Eine Ausstellung im Architekturtreff in der Herrenstraße.

Das war lange überfällig: daß Liebhaber der Stadt ihre Lieblingsplätze der Öffentlichkeit kundtun, damit jedermann substantielle Gründe für seine Liebe zu Würzburg vor Augen gestellt bekommt. Da werden die Motive zusammengestellt, die die Photographen lieben und ihren Freunden so gerne in farbigen Photos vorführen oder zumailen, all die schönen Plätze und Mülleimerkompositionen, all die wunderbaren sprudelnden Brunnen, die niedlichen Parkplätze mit den süßen Autochen drauf, und was der Köstlichkeiten mehr sind. (mehr …)

Ausstellung »Blicke auf Würzburg: Negativ-Positiv«

Mittwoch, 21. Mai 2008

Im Treffpunkt Architektur ist ab heute eine interessante Ausstellung zu sehen, mitgetragen von der Bürgerinitiative Ringpark in Gefahr: »Blicke auf Würzburg: Negativ-Positiv«. (mehr …)