Archiv für die Kategorie „Bildende Kunst“
Donnerstag, 27. Oktober 2011
… noch einmal zu Fried Heulers Kriegerdenkmal von 1932
Wie jedes Jahr um diese Zeit nahen die Gedenkreden an den Denkmälern. Ob dieses Jahr der Buchtitel eines Spezialisten größeren Nachhall findet als in der Vergangenheit, »Denken statt Denkmalen« von Wolfgang Wippermann, darf mit Spannung erwartet werden. Wahrscheinlich wird wieder die süße Soße der Verallgemeinerung über Gerechte und Ungerechte ausgegossen, werden die Gefallenen betrauert, deren Tapferkeit bestenfalls sinnlos war und über die man nach wie vor nicht laut sagen mag, daß sie in einem verbrecherischen Krieg für verbrecherische Ziele ihr Leben gelassen haben und es nichts, aber auch gar nichts von Ehre, Vaterland und Verteidigung der Heimat und Familie zu beschwören gibt. (weiterlesen…)
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Montag, 16. November 2009
bis 28. Februar, Deutschordensmuseum, Bad Mergentheim
Ein mystischer Schleier liegt über den Kolchosniki, die Werner Tübke in der fernen Bruderrepublik malte. Diese Bauern sind die einzigen, die ihren Stand in der Ausstellung repräsentieren. Dabei hatte man immer gedacht, triumphierende Traktorfahrerinnen u. dgl. seien typisch für das Titelphänomen, Kunst in der DDR. (weiterlesen…)
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Sonntag, 15. November 2009
Mit Denkmälern umzugehen, scheint eine echte intellektuelle Herausforderung zu sein. Jedenfalls sind die Schwierigkeiten, mit ihnen – wie ich finde – angemessen umzugehen, fast unüberwindlich. Deshalb sollen einige bei den Heuler’schen Denkmälern nochmals grundsätzlich zur Sprache gebracht werden. (weiterlesen…)
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Freitag, 23. Oktober 2009
Kleinigkeiten zu Krampus’ Kommentar anlässlich Fried Heulers
Wollte man sich eine schnelle Übersicht über die Fragestellung in der Überschrift, zumindest über Kunst und Moral, verschaffen und hoffte auf Google, erlebte man eine herbe Enttäuschung: nicht weniger als 2,5 Millionen Einträge. Die Kombination mit Opportunismus ergibt zwar nur noch ein Hundertstel davon, für die Fundierung eines eigenen Artikels ist das immer noch zu deprimierend.
Also müssen wir uns selbstständig einen Weg durch diesen dschungelartigen Verhau bahnen und mit dem eigenen Kopf denken. (weiterlesen…)
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Montag, 5. Oktober 2009
Analytisch-beschreibender Versuch zu einigen Werken Fried Heulers.
Die folgenden Blicke auf Werke Fried Heulers beziehen sich auf vier Bildwerke aus dem Zentrum Würzburgs – so kann jeder, der diese Aussagen überprüfen will, sich an die entsprechenden Plätze begeben.
Wir beginnen in der innersten Innenstadt, dem Lusamgärtchen und dem Platz vor der Paradepost … (weiterlesen…)
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Mittwoch, 30. September 2009
Die Auseinandersetzung muß aufgeteilt werden in einen praktischen Teil und einen grundsätzlichen, damit die Verzögerung nicht größer wird.
Auf dem Friedhof am 27. 9. 2009
Die Presse-Ankündigung hatte einen größeren Ansturm erwarten lassen – schließlich soll es sich bei Fried Heuler ja um einen »bedeutenden«, in der Zeitung dann zu »bekannten« herabgestuften Bildhauer handeln, und Stadträte wollten sich zu seiner Ehrung einfinden. (weiterlesen…)
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Samstag, 26. September 2009
Kranzniederlegung am Grab Fried Heulers am Sonntag, 27. 9. 2009 um 11 Uhr.
Für den Wahlsonntag hat das Oberbürgermeisteramt der Stadt Würzburg eine Kranzniederlegung zu Ehren des Bildhauers Fried Heuler durch den OB im Hauptfriedhof angekündigt. Dasselbe will der 2. Bürgermeister von Bad Kissingen tun, und viele Stadträte hätten ihr Kommen zugesagt. (weiterlesen…)
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Mittwoch, 16. September 2009
Bald wird die Ausstellung mit Landschaften des Pool-Porträtisten David Hockney wieder eingekastelt. Ich würde noch mal hinfahren, aus welchem Grund auch immer. (weiterlesen…)
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Donnerstag, 6. August 2009
Herbert Mehlers Kavex-Skulptur »Bella Donna II« lädt Touristen zu Erweckungserlebnissen ein. Offener Brief.
Hallo Herbert Mehler,
vor deinen Skulpturen der Reihe Kavex hatte ich seit meinem ersten Kontakt großen Respekt. Stellst du damit dreimeterhohe Pflanzensamen oder monolithische Stelen aus anderer Welt dar? Oder beides? (weiterlesen…)
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Sonntag, 14. Juni 2009
oder: Schweinfurt und seine »Gottbegnadeten«
Glücklich die Zeiten, in denen man ohne Hintergedanken sich auf seine »Alten Meister« beziehen, ihrer gedenken und sie feiern konnte. Kein Fettnäpfchen, in das die Nachgeborenen hätten tappen können. Glücklich solche Zeiten.
Schweinfurt hat jetzt das Ernst-Sachs-Bad, gebaut 1931 bis 33, gestiftet von einer der großen Mäzenatenfamilien der Stadt – daher der Name –, wieder herrichten lassen, um es einer neuen Bestimmung zuzuführen, einer Galerie für moderne Kunst. Ein solches Unterfangen ist, für eine so kleine Stadt wie Schweinfurt, lobenswert, ja vorbildlich. Ein kleines Bedauern allerdings stellt sich ein. (weiterlesen…)
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Donnerstag, 28. Mai 2009
Der Mainfranke hat sich mittlerweile daran gewöhnt, dass ehemalige Speicherhallen in neuem Licht als Ausstellungsräume erstrahlen – der Würzburger Kulturspeicher zeigt diesen Wandel gar im Namen. Wenn man nun vom Kloster Wechterswinkel als frisch renoviertem Ausstellungsort spricht, dann deutet erst einmal nichts darauf hin, dass auch in dessen Mauern jahrzehntelang gespeichert wurde – Getreide nämlich, und das schon seit dem 17. Jahrhundert. (weiterlesen…)
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Donnerstag, 10. Juli 2008
Die aktuelle Ausstellung »Sechserpack« in der Papierscheune Homburg vom 5. Juli bis 3. August 2008.
Mit einer Gemeinschaftsausstellung von Dierk Berthel, Ernst Johann Herlet, Peter Paul Kreneck, Jan Polacek, Wicki Reindel und Alberto Salom buhlt auch das Kulturforum Papiermühle um die Aufmerksamkeit der Kunstinteressierten. Am 5. Juli war Eröffnung im abendlich-schwülen Hof, bevor die Vernissagengäste sich im Gebäude verteilten, um die Kunstwerke zu entdecken. (weiterlesen…)
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Montag, 7. Juli 2008
Die Ausstellung »Dieter Stein. Altes und Neues und Arbeiten von Freunden« im Martin von Wagner Museum der Residenz, Würzburg, vom 19. April bis 1. Juni 2008, verlängert bis 13. Juli 2008.

Gerade bei einem Künstler, der im persönlichen Gespräch so zupackend und direkt sein kann wie Dieter Stein, mag es erhellend sein, sich quasi von den Rändern her zu nähern. Der nachdrücklichste ›Rand‹, der dem uninformierten Betrachter am wenigsten auffällig und bewußt werden dürfte, ist die Besonderheit, daß der durch die Ausstellung geehrte Dieter Stein alle Bilder selbst ausgesucht und für die Hängung gesorgt hat. Er ist mit einem Berg an Bildern ins Museum gekommen, hat in mühsamer Kleinarbeit die Bilder – seine eigenen wie die seiner Freunde – ausgesucht, ihre Aufhängung ausprobiert und angeordnet. Nicht nur die Bilder also sind das Werk des Künstlers, sondern auch ihre Präsentation, das Kalkül ihres Zusammenspiels und ihrer Wirkung. Und er führt uns vor, was bei einer solch durchdachten Hängung für die Bilder selbst, aber auch für unsere Wahrnehmung und Einsicht in sie zu gewinnen ist, ohne daß es erklärender Worte bedarf – freilich geben die knappen Erläuterungen im Katalog zusätzliche Fingerzeige. Dort findet sich von dieser Hängung leider kein Widerschein, kann es auch nicht, weil das kunstvolle Arrangement an den Wänden und in den Räumen sich gegen eine adäquate Wiedergabe in Buchform sperrt. (weiterlesen…)
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Montag, 30. Juni 2008
Sammel-Ausstellung von Schmuck-Künstlern bei Eva Maisch in der Sterngasse 5 (gegenüber Main-Post) vom 7.6.–5.7.2006
Von den Herbst-Rosen heißt es in einem der berühmtesten Gedichte von Stefan George: »Erlese, küsse sie und flicht den kranz‧« Erinnerungen an solche Verse stellen sich ein, wenn man die Ketten sieht, die Hilde Janich im Atelier von Eva Maisch ausgelegt und ausgehängt hat. George nimmt etwas von der Zartheit und Eleganz in sein Gedicht, die mit Worten so schwer vor Augen zu stellen sind. George hat sich vom welken Charme herbstlicher Blüten inspirieren lassen – das Zerbrechliche dieser Blumen ist uns sofort gegenwärtig. In diesem Schmuck steckt bei aller Feinheit und Zerbrechlichkeit jedoch auch ein Wille zur Dauer, da die Blüten nicht zwischen den Fingern sich in Staub auflösen Vielmehr sind diese Farbtupfer Überlebenskünstler: sie bestehen aus speziell präpariertem Pergament, wirken durch begrenzende zarte Farbe, als wären sie in Metall gefaßt, und feine Drähten verbinden sie miteinander. Ein Reigen aus Farbtupfern, eher eine Wolke als etwas Dinghaftes, zugleich zweidimensional, da aus so ungreifbarem Material gefertigt, und doch dreidimensional, da diese Plättchen in ihrer Eigenart widerborstig sind und nicht auf einer Ebene liegen. (weiterlesen…)
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Sonntag, 29. Juni 2008
Späte Notiz zum Heine-Abend »Deutschland, ein Wintermärchen« in den Kammerspielen des Mainfrankentheaters
Man brauchte zu diesem Theaterabend nichts mehr zu veröffentlichen: die Aufführungen sind immer ausverkauft, im Programm ist er wohl nicht mehr lange zu finden.
Der Zufall hat gewollt, daß dem Rezensenten just an dem Abend ein Vorstellungsbesuch ermöglicht wurde, als Schweinfurt eine einschlägige Ausstellungseröffnung zelebrierte: die Doppel-Jubiläums-Ausstellung von Werken Carl Spitzwegs und Wilhelm Buschs. (weiterlesen…)
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Donnerstag, 29. Mai 2008
»Blaubart« im BBK und im Mainfrankentheater Würzburg
I: »Oh wie wird mir…I/II/III«« – Bildtitel im BBK
Blaubart – ein Frauenserienkiller? Blaubart – ein Mann, der ein Verbot aussprechen kann wie Gott im Garten Eden? Oder Blaubart, dessen ganze eklige innerliche Unterwelt, nach außen gewendet, eine Kammer des Grauens ist? Oder der ein Neugierde-Verbot verhängt, auf dessen Bruch die Höchststrafe: der Tod, steht? (weiterlesen…)
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