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Design im Alltag (3)

Dienstag, 15. Juli 2008

Diesmal: Fraktur – die gebrochene Schrift. Und: der Kiliansbrunnen (mal wieder).

Vermutlich ist die Zahl derer, die schon einmal eine Fraktur hatten, inzwischen größer als die derjenigen, die Fraktur noch lesen können. Wobei: Die eine oder andere Zeitung schmückt sich mit dieser Schriftvariante noch im Kopf (aber wer liest schon noch Zeitungen?), und an Wirtshausschildern sieht man sie auch immer wieder dann, wenn Zünftigkeit und Tradition vermittelt werden sollen (auch hier die Frage: Liest man überhaupt noch »Krone«, »Anker« oder sonstiges, oder wird man nur des Schriftbildes gewahr, das irgendwie »Essen und Trinken« verheißt?). Daß die Fraktur wegen des teilweise groben Unfugs, der mit ihr auch heute immer wieder mal getrieben wird, »gebrochene« Schrift heißt, wäre weit hergeholt. Aber betrachtet man die aktuellen Beispiele für Ihren Einsatz genauer, dann muß man schon schlucken – und die eine oder andere Träne wegwischen. (mehr …)